Akustikkoppler
Rubrik:Hardware
Beschreibung
Akustikkoppler ist Gerät aus der Anfangszeit der Datenfernübertragung, das zur Verbindung von Computern über das Telefonnetz verwendet wurde. Es diente als Schnittstelle zwischen einem Modem und einem herkömmlichen Telefonhörer, um digitale Daten akustisch über Sprachleitungen zu übertragen.
Er wandelte digitale Signale eines Computers in Töne um (Modulation) und sendete sie über Mikrofon in den Telefonhörer. Umgekehrt empfing er Töne vom Telefonhörer über einen Lautsprecher und wandelte sie wieder in digitale Signale um (Demodulation). Das Telefon wurde dabei in zwei schalldichte Gummimuscheln eingesetzt, um Nebengeräusche zu vermeiden.
Typische Merkmale:
- Übertragungsraten meist zwischen 300 und 1200 Baud
- Geräuschdämmung zur Vermeidung von Störungen
- Nutzung analoger Festnetztelefone
Sie kamen vor allem in den 1970er und 1980er Jahren zum Einsatz, als direkte Modemanschlüsse an Telefonleitungen technisch oder regulatorisch nicht möglich waren, z. B. bei Reisen oder in Hotels. Mit der Verbreitung von Direktanschlüssen und digitalen Netzen verloren sie ihre Bedeutung.