Beschreibung
Die Diskette ist ein heute weitgehend veralteter Wechseldatenträger, der früher zu den wichtigsten Speichermedien für Computer gehörte. Über viele Jahre war nahezu jeder PC mit einem Diskettenlaufwerk ausgestattet. Disketten wurden verwendet, um Dateien zu speichern, Programme zu installieren, Daten zwischen Computern auszutauschen oder den Rechner mithilfe einer Startdiskette zu starten.
Die Speicherung der Daten erfolgte magnetisch auf einer dünnen, kreisförmigen Kunststoffscheibe mit einer speziellen Beschichtung. Diese befand sich in einer schützenden Hülle, die je nach Diskettenformat flexibel oder stabil ausgeführt war. Zum Lesen und Schreiben der Daten benötigte der Computer ein entsprechendes Diskettenlaufwerk.
Im Laufe der Zeit wurden verschiedene Diskettenformate entwickelt. Die ersten Modelle besaßen einen Durchmesser von 8 Zoll, später folgten die weitverbreiteten 5,25-Zoll-Disketten. Besonders bekannt wurde die kompakte 3,5-Zoll-Diskette, die in ihrer üblichen HD-Ausführung eine Speicherkapazität von 1,44 MB bot. Für damalige Verhältnisse war dies ausreichend, um kleinere Programme und Dokumente zu speichern.
Mit zunehmender Größe von Dateien und Programmen stießen Disketten jedoch schnell an ihre Grenzen. Neben der geringen Speicherkapazität waren auch die vergleichsweise langsamen Zugriffszeiten und die Empfindlichkeit gegenüber Magnetfeldern und mechanischen Beschädigungen problematisch. Nach und nach wurden Disketten durch CDs, DVDs, USB-Sticks und andere Speichermedien ersetzt.
In modernen Computern sind Diskettenlaufwerke praktisch nicht mehr vorhanden. Dennoch hat die Diskette bis heute einen festen Platz in der Computergeschichte: Das bekannte Speichern-Symbol vieler Programme stellt noch immer eine 3,5-Zoll-Diskette dar.